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Wie läuft ein LL.M.-Studium ab und wie anspruchsvoll ist es?

Zuletzt aktualisiert am 1.11.2021

Hier findest Du die wichtigsten Informationen zu Ablauf und Schwierigkeitsgrad eines LL.M.-Studiums in den USA.

Inhalt

I. Ablauf eines LL.M.-Studiums

Ein LL.M.-Studium in den USA wird in der Regel in Vollzeit über zwei Semester absolviert und dauert insgesamt ca. 10 Monate. Beginn der meisten Programme ist im Fall Term (meist von Mitte August bis Ende Dezember), das Ende nach dem Spring Term (meist von Anfang Januar bis Mitte Mai). An manchen Law Schools gibt es vor dem offiziellen Semesterbeginn auch Vorbereitungskurse für internationale Studenten, die aber meist freiwillig sind.

Einige Law Schools bieten neben dem traditionellen Start zum Fall Term auch die Möglichkeit, das Studium im Spring Term zu beginnen. Da die meisten LL.M.-Studenten aber im Sommer starten, ist diese Option aus unserer Sicht nur bedingt zu empfehlen. Man verpasst so nämlich die Kennenlernphase zu Beginn des Studiums und hat es als „Nachzügler“ deutlich schwerer, Kontakte zu den Kommilitonen zu knüpfen und Anschluss zu finden.

Lipton Hall, New York University
Lipton Hall, New York University – An einigen Law Schools, wie etwa der NYU School of Law, kann das LL.M.-Programm auch im Januar zum Spring Term begonnen werden.

Für den erfolgreichen Abschluss zum „Master of Laws“ muss regelmäßig eine bestimmte Anzahl an Kursen (Vorlesungen und Seminaren) belegt werden, wobei diese je nach LL.M.-Programm weitestgehend selbst zusammengestellt werden können. Oftmals besucht man die Kurse zusammen mit den J.D.-Studenten, es gibt aber auch einige Kurse speziell für LL.M.-Studenten, wie etwa eine Einführung in das US-amerikanische Recht oder in die juristische Recherche und Arbeitsweise (Legal Research and Writing).

Während des Semesters sind oftmals kleinere schriftliche Arbeiten (Papers) anzufertigen, vor allem wenn man nicht nur Vorlesungen, sondern auch Seminare (Seminars) belegt. An manchen Law Schools muss auch eine mehr oder weniger umfangreiche Abschlussarbeit (Thesis, Independent Study) verfasst werden, in anderen Programmen ist eine solche Arbeit freiwillig und kann den Besuch einiger Kurse ersetzen. Diese Option kann insbesondere bei einer rechtsvergleichenden Promotion interessant sein, da sich das Thema der Promotion und der Abschlussarbeit aufeinander abstimmen lassen. Zudem kann die Abschlussarbeit auch in einer internationalen Fachzeitschrift, insbesondere einem der Law Journals der Law Schools, veröffentlicht werden.

Die genauen Details zu Studienbeginn und Anforderungen finden sich auf den Internetseiten der Law Schools.

II. Schwierigkeitsgrad eines LL.M.-Studiums

Generell lässt sich sagen, dass ein LL.M.-Studium zwar einiges an Aufwand erfordern kann, in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad aber nicht mit dem deutschen Jurastudium vergleichbar ist. Für einen deutschen Juristen, der ein oder sogar zwei Examen hinter sich hat, ist der „LL.M.“ daher ohne Weiteres machbar. Angst vor einem Nichtbestehen oder Nachtschichten in der Bibliothek muss man damit keinesfalls haben.

Weitere Infos zum LL.M.-Studium findest Du in unseren Tipps zum Studium an der Law School.