Was sind die Zulassungsvoraussetzungen für ein LL.M.-Studium und wie kann ich meine Bewerbungschancen erhöhen?

Zuletzt aktualisiert am 13.4.2022

Hier erfährst Du, was die Voraussetzungen für ein LL.M.-Studium an einer US-amerikanischen Law School sind und was Du tun kannst, um Deine Chancen auf eine Zusage bei Deiner Wunsch-Law-School zu erhöhen.

Inhalt

I. Was sind die Zulassungsvoraussetzungen für ein LL.M.-Studium?

Voraussetzung für ein LL.M.-Studium in den USA ist in den meisten Fällen ein abgeschlossenes (Jura-)Studium, wobei es aber auch Ausnahmen gibt. Manche Law Schools fordern von den Bewerbern auch Berufserfahrung, oftmals wird aber das Referendariat als berufliche Tätigkeit anerkannt. Darüber hinaus werden im Regelfall keine konkreten Aufnahmebedingungen oder Mindestanforderungen, etwa in Bezug auf die Examensnoten, genannt. Daher lassen sich die Chancen auf eine Annahme an einer bestimmten Universität nicht genau vorhersagen.

Hinweis:

Für eine erste Einschätzung, wie Deine Chancen für eine Zulassung an einer bestimmten Law School stehen, kannst Du Dich auch gerne an uns wenden.

In Deutschland ausgebildete Juristen haben an den US-amerikanischen Law Schools im Allgemeinen einen sehr guten Ruf. Viele der Law Schools sind jedoch bemüht, international ausgewogene Jahrgänge zu schaffen und werden daher oftmals nur eine bestimmte Anzahl an Studenten aus Deutschland zulassen. Die eigenen Chancen hängen daher auch davon ab, wie viele gute andere (deutsche) Studenten sich mit einem zusammen bewerben.

Ein Auswahlkriterium sind zunächst die Examensnoten. Für die Law Schools ist im Regelfall das 1. Examen maßgeblich, das Abschneiden im 2. Examen (sofern vorhanden) ist hingegen weniger relevant. Generell wird man sagen können, dass sich die meisten der deutschen Studenten an den T14-Law-Schools (Yale, Stanford, Harvard, Columbia, Chicago, NYU, Pennsylvania, Michigan, Virginia, Berkeley, Duke, Cornell, Northwestern, Georgetown) im oberen Notenbereich befinden werden.

Memorial Church, Harvard University
Memorial Church, Harvard University – Die Harvard Law School ist eine der renomiertesten Law Schools in den USA, entsprechend groß ist auch die Konkurrenz bei den Bewerbungen.

Examensnoten sind aber nicht alles, sondern es zählt das Gesamtbild des jeweiligen Bewerbers. Das bedeutet zum einen, dass selbst mit einem „vollbefriedigenden“ oder sogar „guten“ Examen eine Aufnahme an einer T14-Law-School nicht gesichert ist. Auf der anderen Seite ist es auch ohne Prädikatsexamen möglich, an einer dieser Law Schools zugelassen zu werden, wenn man ein interessantes Profil vorzuweisen hat. Daher sollte man sich nicht allein aufgrund schwächerer Noten von einer Bewerbung an seiner Wunsch-Law-School abhalten lassen.

Tipp:

Auch wenn jede Bewerbung mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, solltest Du Dich nicht nur bei Deiner Wunsch-Law-School, sondern daneben auch noch bei weiteren Law Schools bewerben. Im Falle einer Absage Deiner Wunsch-Law-School hast Du so zumindest noch einen „Plan B“. Weiterhin können Zusagen und Stipendien anderen Law Schools im Rahmen der Verhandlung über eine mögliche finanzielle Förderung bei Deiner Wunsch-Law-School verwendet werden. Als sinnvoll hat sich die Bewerbung bei ca. 5 bis 10 Law Schools erwiesen, wobei mindestens eine Bewerbung dabei sein sollte, bei der die Zulassung relativ sicher ist (Safety School).

II. Was kann ich tun, um die Erfolgsaussichten meiner Bewerbung zu erhöhen?

Wer ein Studium zum „Master of Laws“ in den USA plant, kann schon frühzeitig, etwa während des Jurastudiums und Referendariats, seine Bewerbungschancen steigern.

In Betracht kommen hier etwa Auslandsaufenthalte, Praktika, außercurriculare Aktivitäten und ehrenamtliches Engagement, um sich neben den Examensnoten von anderen Bewerbern abzuheben und für die Law Schools interessant zu machen.

Hinweis:

Für Tipps zur Optimierung Deines Bewerberprofils kannst Du Dich auch gerne an uns wenden.